Preissuchmaschine

Preissuchmaschine, wenn nur der Preis zählt

Die Vor- und Nachteile einer Preissuchmaschine. Erfahren Sie darüber hinaus, worauf Sie achten sollten und welche Kosten Ihnen entstehen können.

Eine günstige Variante, um Kunden auf seinem Webshop zu erhalten, ist eine Preissuchmaschine. Hier bezahlen Sie nur für jeden Klick des Kunden, der von der Preissuchmaschine zu Ihnen kommt (Pay per Click). In den meisten Fällen sind diese Kunden an einem bestimmten Produkt interessiert und wissen bereits, was Sie möchten. Ihnen geht es nur noch darum, den günstigsten Anbieter zu finden.

Der Vorteil einer Preissuchmaschine

Hier liegt aber auch der große Vorteil: diese Kunden haben Interesse, etwas zu kaufen. Kommt ein Kunde über diesen Marketingkanal zu Ihnen und die Conversion Rate ist nicht gut, dann sissen Sie direkt, dass irgendetwas an Ihrem Shop nicht stimmt. Ob es die Artikeldetailseite oder etwas generelles an Ihrem Webshop ist, können Sie dann im einzelnen prüfen. Mir sind hierdurch schon viele Artikeldetailseiten aufgefallen, die nicht richtig beschrieben waren oder wo wichtige Informationen fehlten für den Kunden.

Auch wenn der Kunde über den günstigsten Preis zu Ihnen gekommen ist, haben Sie jetzt die einmalige Möglichkeit, den Kunden durch Vertrauen und Service komplett auf Ihre Seite zu ziehen. Darüber hinaus könnten Sie den Kunden vielleicht zu anderen Produkte und zu weiteren Käufen animieren.

Ein weitere großer Vorteil der Preissuchmaschine ist, dass die Kosten und der Erfolg einfach zu steuern sind. Sie können ein festes Budget festlegen, um keine bösen Überraschungen Ende des Monats zu erhalten. Der Erfolg ist leicht messbar. Ist die Conversion Rate zu niedrig und Sie wissen Ihre Webseite ist gut, können Sie ohne weiteres den Anbieter kündigen.

Der Nachteil einer Preissuchmaschine

Der Nachteil der Preissuchmaschine liegt auf der Han: die meisten Kunden suchen nicht nach dem bestmöglichen Service, sondern nach dem billigsten Anbieter.

Viele potenzielle Kunden suchen auch nur nach Informationen. Diese Kunden möchten gar nichts kaufen, sondern wollen vielleicht nur die technischen Daten sehen. Dafür dürfen Sie dann bezahlen. Nicht außer acht zu lassen, Sie stehen im direkten Wettbewerb mit vielen anderen Anbietern.

Bei einer Preissuchmaschine wird alles auf einen Blick angezeigt, wie die Lieferzeit, das Zahlungssystem oder auch Kundenbewertungen. Damit sind Sie gegenüber Ihrem Mitbewerber sehr transparent. Darüber hinaus können bei vielen Preissuchmaschinen die Kunden Sie und ihr Produkt bewerten. Fallen Sie negativ auf, lässt sich eine Bewertung nicht mehr ohne weiteres löschen.

Ein weiterer Nachteil könnte für Sie sein, wenn Sie ein Premium-Produkt vertreiben. Das könnte Ihnen negativ ausgelegt werden, wenn sie sich mit vielen „Billig“-Anbietern messen.

Worauf sollten Sie bei der Preissuchmaschine achten

1.    Das Themenumfeld sollte passend sein.

Heutzutage haben wir für jede Produktkategorie eine spezielle Preissuchmaschine. Nicht alle Preissuchmaschinen decken alle Themen ab. Das sollten Sie prüfen, um nicht unnötig Geld zu verlieren.

2.    Ist eine Einrichtungsgebühr fällig?

Unglaublich aber wahr, einige verlangen tatsächlich noch eine Einrichtungsgebühr. Die Anzahl dieser Anbieter nimmt jedoch stetig ab.

3.    Muss eine Grundgebühr pro Monat bezahlt werden?

Einige Preissuchmaschinen-Anbieter haben immer noch eine monatliche Grundgebühr. Diese monatliche Gebühr kann jedoch bei den meisten Anbietern als Guthaben für die Kosten pro Klick verrechnet werden. Das soll bedeuten, wenn Sie 25 Euro monatliche Grundgebühr haben, und der Klick-Preis liegt bei ungefähr 30 Cent, sind die ersten 80 Klicks kostenlos.

Beachten Sie, dass Ihnen keiner Klicks garantieren kann. Wenn Sie Produkte haben, die nicht häufig gesucht werden, kann Ihnen auch die Preissuchmaschine keine guten Besucher liefern. Damit könnten Sie umsonst die Grundgebühr bezahlen.

4.    Wie hoch sind die Klickkosten?

Je nach Kategorie sind unterschiedliche Kosten pro Klick fällig. Die Preisspannen sind hier schon sehr erheblich. Daher sollten Sie das vorher genau prüfen. Einige Preissuchmaschinen-Anbieter bieten hier Vergünstigungen an, wenn Sie dafür einen Backlink mit Logo bei sich auf dem Webshop setzen. Das können bis zu zehn Cent pro Klick sein. Hört sich nicht viel an, wenn Sie jedoch 500 Klicks über diese Preissuchmaschinen erhalten, sind das schon 50 Euro im Monat.

5.    Die Daten der Preissuchmaschine zur Verfügung stellen

Welche Daten und in welchem Format müssen die Daten der Preissuchmaschine zur Verfügung gestellt werden? Prüfen Sie vorher, ob Ihr Webshop eine passende Export-Funktion besitzt. Die Datenstruktur unterscheidet sich von Preissuchmaschine zu Preissuchmaschine erheblich.

Die gesetzlichen Vorgaben bei einer Preissuchmaschine

Einer der wichtigsten Aspekte überhaupt, wenn es darum geht, seine Produktdaten einer fremden Seite zur Verfügung zu stellen. Der Gesetzgeber hat hier bestimmte Richtlinen festgelegt, die eingehalten werden müssen.

1. Aktuelle Produktdaten

Sie sind dafür verantwortlich, welche Daten Sie zur Verfügung stellen. Sie müssen dafür Sorge tragen, dass die Preise und Produktdaten aktuell sind. Die Preissuchaschinen-Anbieter übernehmen keine Haftung für Falsch-Angaben.

2. Die Preisangabe und Preisdarstellung

Geben Sie den Preis immer inklusive der gesetzlichen MwSt. an und achten Sie darauf, dass Sie bei der Preissuchmaschine korrekt angezeigt wird.

3. Versandkosten

Die kompletten Versandkosten pro Artikel müssen mit angegeben werden. Achten Sie darauf, dass die Preissuchmaschine dieses dem Kunden anzeigt. Ansonsten können Sie dafür verantwortlich gemacht werden. Einen interessanten Beitrag über Google-Shopping finden Sie hier: (ACHTUNG! Der Beitrag befindet auf einer fremden Webseite.) Noch immer keine Versandkosten in Google-Shopping-Anzeigen

4. Lieferzeit

Die richtige Lieferzeit für das einzelne Produkt muss mit angegeben werden. Pauschalisieren Sie es nicht. Wenn auf Ihrer Webseite eine andere Lieferzeit steht als in der Preissuchmaschine, ist das abmahnfähig.

Generell sollten Sie darauf achten, dass Sie keine falschen Angaben übergeben. Es gibt Anwaltskanzleien, die sich nur auf die Fehler von kleinen Webshopbetreibern speziallisert haben und nur darauf warten. Egal was der Gesetzgeber gerade vorgibt, achten Sie darauf, dass die Daten immer konform mit Ihrem Webshop sind.

Zusammenfassung über Preissuchmaschine

Die Preissuchmaschine kann sehr nützlich sein, um schnelle Verkäufe zu generieren. Dennoch müssen einige Dinge beachtet werden. Diese sollte Sie auch nicht außer acht lassen. Ansonsten könnten Sie schnell viel Geld unnötig verlieren. Dennoch werden Sie kaum ein Marketingkanal finden, das so transparent und leicht zu steuern ist, wie eine Preissuchmaschine.

 

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