Verkaufsportal

Verkaufen auf einem Verkaufsportal – wenn Sie nicht nur im eigenen Webshop verkaufen wollen

Was ist ein Verkaufsportal und worauf müssen Sie achten, wenn Sie über einen Verkaufsportal verkaufen möchten. Das erfahren Sie hier im Folgenden.

Was ist ein Verkaufsportal?

Bei einem Verkaufsportal haben Sie die Möglichkeit, Ihre Produkte auf einem sogenannten Marktplatz anzubieten. Der Anbieter eines Verkaufsportals bietet Ihnen somit an, Ihre Produkte bei ihm zu listen. Im Gegenzug sorgt dieser dafür, dass genügend Besucher auf seine Seite kommen und somit Ihre Produkte mehr gesehen werden, als bei Ihnen im Webshop.

Unterschiedliche Verkaufsportale

Webshop VerkaufsportalEin Verkaufsportal ist nicht gleich ein Verkaufsportal. Hier müssen wir einmal unterscheiden zwischen Auktions-Verkaufsportalen und Marktplätzen. Bei einem Auktions-Verkaufsportal legen Sie den Mindestpreis fest, und verschiedene Kunden bieten wie bei einer richtigen Auktion bis zu einem bestimmten Zeitpunkt um das Produkt mit. Derjenige, der zum Schluss der Höchstbietende ist, bekommt die Ware.

Bei den Marktplätzen legen Sie von Anfang an einen Festpreis fest und die Kunden können diesen akzeptieren oder nicht. Mittlerweile sind die meisten Auktions-Verkaufsportale mit beiden Möglichkeiten ausgestattet, so dass Sie entscheiden können, welches Vorgehen Sie möchten. Beachten Sie nur, wenn Sie einen Festpreis festlegen, dann sind die Einstellungsgebühren höher.

Ihre Artikel dem Verkaufsportal zur Verfügung stellen

Sie haben mehrere Möglichkeiten, Ihre Artikel dem Verkaufsportal zur Verfügung zu stellen.

Erstens: die Artikel manuell eingeben

Sie melden Sich an einem Verkaufsportal an, und geben auf deren Webseite jeden Artikel einzeln ein. Von der Überschrift, dem Produkttext, dem Bild bis hin zur passenden Kategorie vom Verkaufsportal. Wenn Sie mehr als zehn Artikel verkaufen möchten, ist das eine Menge zusätzlicher Arbeit. Daher nicht unbedingt zu empfehlen.

Zweitens: Exportfunktion über Ihren Webshop

Einige Webshops bringen eine Exportfunktion von Haus aus mit, die meisten jedoch nicht. Sollte das der Fall sein, müssten Sie einen Export programmieren lassen oder nach einer Erweiterung  für Ihren Webshop suchen oder bei dem Anbieter von Ihrem Webshop einmal nachfragen. Mit so einer Exportfunktion können Sie direkt aus Ihrem Webshop die Artikel, die Sie über einen Verkaufsportal verkaufen möchten, exportieren. Diese Datei beinhaltet alle Daten bzw. Anforderungen, die ein Verkaufsportal benötigt. Diese Datei müssen Sie danach nur noch dem Verkaufsportal zu Verfügung stellen. Entweder Sie müssen die Datei bei dem Verkaufsportal hochladen oder Sie sagen dem Verkaufsportal, wo er die Datei auf Ihrem Webspace finden kann.

Nicht jedes Verkaufsportal bietet diesen Service an, das müssen Sie bei dem Verkaufsportal einmal vorher prüfen.

Drittens: Anbieter von Schnittstellen zu Verkaufsportalen (Marktplatzanbindungen)

Gegen eine bestimmte monatliche Gebühr, die sich meistens aus der Anzahl der Artikel, die auf einem Verkaufsportal verkauft werden sollen, zusammensetzt, können Sie auch ohne großen Aufwand Ihre Artikel einem Verkaufsportal zur Verfügung stellen. Diese Anbieter haben sich darauf spezialisiert, die Daten aus Ihrem Shop zu nehmen und diese automatisch den Verkaufsportalen zur Verfügung zu stellen.

Die kümmern sich sozusagen um alles, so dass Sie hier keinen großen Aufwand haben. Sie müssten hier nur einmal bestimmen, welche Artikel Sie verkaufen möchten und wie Sie es verkaufen wollen. Je nach Anzahl Ihrer Produkte und vor allem Produktvielfalt, kostet das einmalig ein wenig Arbeit, aber danach nicht mehr. Diese Anbieter unterstützen aber nur bestimmte Webshops. Sie müssen vorher prüfen, ob Ihr Shop unterstützt wird. Wenn das der Fall ist, müssen Sie sich überlegen, ob Sie es selber installieren können oder jemand damit beauftragen müssen.

Vielleicht hat sogar Ihr Webshop bereits diese Funktionen und es müssen nur noch die Zugangsdaten eingegeben und aktiviert werden.

Besondere Beachtung beim Einstellen der Artikel

Wenn Sie Artikel bei einem Verkaufsportal einstellen, müssen Sie ein paar Dinge beachten. Viele Anbieter haben bestimmte Anforderungen, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind. Darüber hinaus sind einige rechtliche Aspekte zu berücksichtigen.

1.    Dürfen die Artikel verkauft werden?

Wenn die Artikel nicht von Ihnen selber erstellt worden sind, müssen Sie das mit dem Hersteller oder Ihrem Großhändler vorher abklären, ob Sie die Artikel über einen Verkaufsportal verkaufen dürfen. Nicht jeder Hersteller ist damit einverstanden!

2.    Das richtige Bildmaterial

Wenn Sie Herstellerfotos in Ihrem Webshop benutzen, müssen Sie das vorher mit dem Hersteller klären, ob Sie diese auch bei Verkaufsportalen benutzen dürfen. Das gilt für alle Bilder, die Sie nicht selber erstellt haben.

3.    Produkttexte

Dasselbe wie für die Herstellerfotos gilt für die Produkttexte. Haben Sie diese nicht selber erstellt, müssen Sie das vorher mit dem Ersteller der Texte klären.

4.    Die Preise müssen identisch sein!

Sie dürfen bei den meisten Verkaufsportal-Anbietern keine unterschiedlichen Preise zu Ihrem Webshop haben. Das bedeutet, Sie können nicht bei dem Verkaufsportal einen höheren Preis angeben als bei in Ihrem Webshop. Das gilt im Übrigen auch für die Versandkosten. Sollten Sie das nicht machen, und der Anbieter stellt das fest, könnten Sie von dem Verkaufsportal ausgeschlossen werden.

5.    Impressum und AGB-Pflicht

Auch auf einigen Verkaufsportalen haben Sie eine Impressums- und AGB-Pflicht, die Sie dem Kunden zur Verfügung stellen müssen. Es reicht hier nicht aus, die vom Verkaufsportal zu nehmen. Sie müssen immer daran denken, dass Sie die Ware verkaufen und nicht das Verkaufsportal. Das Verkaufsportal ist nur ein Vermittler zwischen Ihnen und den Kunden. Rechtlich gesehen sind Sie der Verkäufer. Stellen Sie diese Informationen nicht separat zur Verfügung, können Sie abgemahnt werden.

Der Vorteil vom Verkaufsportal

Der große Vorteil eines Verkaufsportals ist, dass die Verkaufsreichweite Ihrer Produkte wesentlich größer ist, als bei Ihnen im Webshop. Es werden wesentlich mehr Besucher auf Ihre Produkte aufmerksam, was auch gleichzeitig Ihren Bekanntheitsgrad erhöht. Wenn Sie es ein wenig geschickt anstellen, können Sie den Kunden auf Ihren Webshop aufmerksam machen, um so gegebenfalls bei einer zweiten Bestellung die zusätzlichen Gebühren vom Verkausportal zu sparen.

Der Nachteil vom Verkaufsportal

Sie stehen direkt mit anderen im Wettbewerb, was den Preis drücken kann. Die zusätzlichen Kosten für das Verkaufsportal sind ebenfalls zu beachten, da es Ihnen locker 10 % der Marge nehmen kann. Selbst wenn Sie die Artikel nur einstellen, ohne das sie verkauft werden, kann Ihnen das die Grundgebühr oder die Einstellungsgebühr kosten. Darüber hinaus nimmt es zusätzliche Arbeit und Zeit in Anspruch.

Zusammenfassung Verkaufsportal

Wie Sie gelesen haben, können Sie mit einem Verkaufsportal Ihren Umsatz und Ihren Bekanntheitsgrad wesentlich steigern. Gleichzeitig haben Sie jedoch einen Mehraufwand und erhöhte Kosten. Als zusätzlicher Vertriebskanal sind die Verkaufsportale keine schlechte Alternative. Sie müssen hier nur die rechtlichen Aspekte beachten und darauf aufpassen, dass Sie die Kosten im Auge behalten.

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