Webshop-Zahlungssysteme

Die richtigen Webshop-Zahlungssysteme auswählen

Welche Zahlungssysteme gibt es, welche benötigen Sie für Ihre Kunden und auf was Sie achten sollten. All das erfahren Sie im Folgenden.Webshop Zahlungssysteme

Die richtigen Zahlungssysteme zu wählen, ist ein wichtiges Kriterium für einen erfolgreichen Online-Shop. Welche die richtigen für Ihren Shop sind, müssen Sie testen. Was bei dem einen Webshop erfolgreich ist, muss bei dem anderen noch lange nicht erfolgreich sein.

Das wichtigste jedoch bei den Zahlungssystemen zuerst:

Entstehen zusätzliche Kosten für den Kunden, müssen diese dem Kunden vor dem Bestellablauf, also bevor er die Ware in den Warenkorb legen kann, mitgeteilt werden. Es reicht nicht aus, dieses erst im Bestellablauf anzuzeigen.

Das kann durch die zusätzliche Seite „Liefer- und Zahlungsmöglichkeiten“ erfolgen, die Sie sowieso benötigen, um die Versandkosten und Lieferzeiten dem Kunden mitzuteilen.

Welche Zahlungssysteme werden am häufigsten verwendet?

Vieles hängt davon ab, was Sie für einen Online-Shop betreiben. Bei einem Online-Shop wird unheimlich viel mit Vorkasse per Überweisung bezahlt, weil die Kunden hier noch einmal ein bis drei Prozent sparen können. Bei anderen sind Paypal und Rechnung die bevorzugten Zahlungssysteme. Vieles hängt von dem Vertrauen vom Kunden zu Ihrem Webshop ab.

Hier möchte ich Ihnen einmal eine Statistk zeigen aus dem Jahr 2013. Machen Sie sich hier ein eigenes Bild daraus. Wenn Ihnen die einen oder anderen Zahlungssysteme nicht vertraut sind, ist das nicht so schlimm, weiter unter erkäre ich Sie noch einmal kurz.

Statistik: Welches dieser Zahlungsverfahren wird von Ihren Kunden am häufigsten genutzt? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Noch eine weitere Statistik über die Zahlungssysteme, die in den Webshops angeboten werden:

Statistik: Welche Zahlungsverfahren bieten Sie Ihren Kunden in Ihrem Webshop an? | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Kurz erklärt, die verschiedene Zahlungssysteme und die Umsetzung.

Viele verschiedene Zahlungssysteme haben wir zur Verfügung. Hier die richtige Auswahl für sich und seine Kunden zu finden, ist die Herausforderung. Einige Experten sind der Meinung, je mehr Zahlungsmöglichkeiten Sie den Kunden zur Verfügung stellen können umso besser. Andere sind der Meinung, dem Kunden sollte man nicht zuviele Entscheidungen überlassen.

Hierzu sollten Sie sehen, welches Kundenklientel Sie haben. Ist es jung und mit Online-Shopping vertraut, passt sicherlich die erste Aussage. Sind die Kunden eher die ältere Generation, sollten Sie sich schon Gedanken machen, was am sinnvollsten ist, um Ihre Kunden nicht mit unnötigen neuen Namen und Möglichkeiten zu erschrecken.

Vorkasse

Sie erhalten das Geld zuerst, bevor Sie die Ware zum Kunden schicken. Normalerweise gewährt man hier als Händler dem Kunden ein Rabatt von 1-3 Prozent, was aber natürlich keine Pflicht ist. Dieses Zahlungssystem mit dem Rabatt ist dann sehr beliebt beim Kunden.

Rechnung

Der Kunde erhält die Ware und gleichzeitig die Rechnung. Hier entsteht das größte Risiko für den Händler, da er darauf angewiesen ist, dass der Kunde später bezahlt. Glücklicherweise gibt es mittlerweile Anbieter, die das Risiko übernehmen für eine bestimmte Gebühr. Hier müssen Sie einschätzen, welches Kundenklientel Sie haben. Wenn Sie sich sicher sein können, dass fast alle Kunden bezahlen, können Sie getrost auf die Anbieter für Rechnungskauf verzichten. Die sind nicht gerade günstig und die Verwaltung ist ein wenig umständlich.

Kreditkarte

Sie erhalten hier das Geld bereits im Vorfeld und können die Ware sofort zum Kunden verschicken. Sie müssen hierfür einen Kreditkartenakzeptanz-Vertrag abschließen. Das können Sie unter Umständen bei Ihrer Hausbank oder bei einem der vielen Anbieter im Internet. Die Gebühren sind relativ hoch und Sie müssen mit dem Risiko leben, dass der Kunde unter Umständen das Geld über die Bank wieder zurückfordert.

Lastschrift

Sie können von der Bank des Kunden das Geld abbuchen und die Ware zeitnahe verschicken. Jedoch sind hier viele Hürden seit der SEPA-Umstellung am 01.08.2014 entstanden. Theoretisch benötigen Sie die Original-Unterschrift des Kunden, bevor Sie etwas beim Kunden abbuchen dürfen. Es gibt einige Anbieter, die hier mögliche Lösungen bereitstellen. In wie weit diese rechtssicher sind, ist noch nicht endgültig geklärt.

Online-Bezahlsysteme

Hier gilt es wie bei der Kreditkarte: Sie erhalten das Geld bereits im Vorfeld und können die Ware sofort zum Kunden verschicken. Das ganze läuft über einen externen Anbieter wie Paypal oder Moneybookers.

Diese Zahlungssysteme fungieren als Vermittler zwischen Ihnen und dem Kunden. Hier eröffnen Sie ein „Konto“, wo sie Ihre Bankkontodaten hinterlegen müssen. Der Kunde zahlt das Geld an den externen Anbieter, von hieraus müssen Sie sich das Geld auf Ihr Konto buchen. Sie können es natürlich auch einstellen, dass dies automatisch nach Geldeingang auf Ihr Konto überwiesen wird.

Dafür zahlen Sie pro Transaktion einen Grundbetrag plus eine Provision. Die ist von Anbieter zu Anbieter sehr unterschiedlich, Sie bewegen sich aber im Cent-Bereich bzw. im niedrigen einstelligen Prozentsatz. Hier sollten Sie jedoch beachten, dass es bei bestimmten Anbietern einen Käuferschutz für den Kunden gibt. Wie zum Beispiel bei Paypal: Hier kann der Kunde innerhalb der ersten Wochen eine Beschwerde einlegen, wenn er die Ware nicht bekommen hat oder sonstige Unstimmigkeiten herrschen. Es wird dann dieser Betrag nachträglich zurückgehalten, damit können Sie es nicht mehr auf Ihr Konto überweisen.

Online-Banking

Funktioniert wie eine normale Überweisung. Sie erhalten das Geld automatisch auf Ihr Konto und können die Ware sofort an den Kunden verschicken. Das ganze läuft ebenfalls über einen externen Anbieter wie bei den Online-Bezahlsystemen. Nur mit dem Unterschied, dass Sie dafür nicht wieder extra ein weiteres Konto eröffnen müssen. Das Geld kommt ohne Umwände direkt auf Ihr Konto.
Trotzdem wird der Kunde von Ihrem Webshop zum externen Anbieter weitergeleitet, hier darf der Kunde seine eigenen Kontodaten mit PIN/TAN-Verfahren eingeben und die Überweisung durchführen, danach wird der Kunde wieder zurück zur Ihrem Webshop geleitet.

Nachnahme

Die Ware wird zuerst zum Kunden verschickt, und der Versanddienstleister erhält den offenen Betrag vom Kunden. Der Versanddienstleiter überweist das Geld danach zum Händler. Die zusätzlichen Kosten werden an den Kunden normalerweise weitergebenen. Das ist einer der Gründe, warum dieses Zahlungssystem nicht gerade beliebt ist.
Jedoch wird es bei teuren Produkten dennoch sehr gerne vom Kunden genommen.

Alle Zahlungssysteme über einen Anbieter

Es gibt Anbieter, die sich auf die sicheren Zahlungssysteme spezialisiert haben. Hier müssen Sie nicht jedes einzelne Zahlungssystem separat einrichten oder verwalten, sondern können alles über einen Anbieter abwickeln. Das bedeutet, Sie haben zum Beispiel eine Weboberfläche, wo alle Zahlungseingänge und Zahlungsausgänge zusammenlaufen. Sie müssen nicht viele Zahlungssysteme in Ihrem Webshop einrichten oder installieren, sondern nur die eine vo diesem einem Anbieter.

Was aber nicht heißt, dass Sie nicht separat Verträge für jedes einzelne Zahlungssystem abschließen müssen. Möchten Sie zum Beispiel die Kreditkarte anbieten, werden Sie einen separaten Vertrag mit einem Kreditkartenanbieter abschließen müssen.

Der große Vorteil an diesen Anbietern ist, dass Sie fast alle Zahlungssysteme in Ihrem Webshop anbieten können ohne groß zusätzlich etwas installieren oder einrichten zu müssen. Wenn Sie zum Beispiel Kreditkarte haben möchten, müssen Sie zwar einen separaten Vertag mit einem Kreditkartenanbieter abschließen, aber um die ganze Konfiguration und Organisation dahinter, müssen Sie sich nicht mehr kümmern. Einer der Nachteile besteht hier jedoch, dass Sie pro Zahlungssystem, welches Sie anbieten möchten, eine zusätzliche monatliche Pauschale bezahlen müssen.

Eine Übersicht über die verschieden Anbieter und Zahlungssysteme finden Sie im Beitrag von Anbieter von Zahlungssystemen für Webshops.

Einrichtung und Installation von Zahlungssystemen

Das Einrichten und Installieren der einzelnen Zahlungssysteme ist nicht allzu schwer. In den meisten guten Webshops sind diese bereits installiert und Sie müssen Sie nur mit einem Klick aktivieren. Hier müssen Sie dann nur noch Ihre Zugangsdaten des jeweiligen Anbieters hinzufügen und fertig.

Sollte das nicht der Fall sein, haben die Zahlungsanbieter bereits für die meisten gängigen Webshops einfache Installationsanweisungen oder Addons und bieten bei der Installation Ihre Unterstützung an.
Bedenken Sie nur, wenn Sie einen Webshop gekauft oder gemietet haben, können diese zusätzlichen Module oder Leistungen nochmals Geld kosten. Darüber finanzieren sich sogar einige Webshop-Anbieter.

Zusammenfassung Webshop-Zahlungssysteme

Die aufgezeigten Zahlungssysteme haben sich alle bewährt. In den letzten Jahren sind sogar noch einige hinzugekommen, wie zum Beispiel die Prepaid-Karten. Was für Ihre Kunden jetzt richtig ist, müssen Sie testen. Hier habe ich schon die unterschiedlichsten Erfahrungen sammeln dürfen, so dass ich nicht sagen kann, dass es das eine Zahlungssystem überhaupt gibt, womit Sie alles abdecken können.

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