Zweiter Teil von „Mein eigenes Produkt finden“ – Amazon Serie Folge 1 Teil 2

Ein Produkt für amazon

In der ersten folge „Mein eigenes Produkt finden“ habt ihr die ersten beiden Kriterien bereits kennen gelernt. Jetzt kommen die restlichen vier Kriterien.

Kriterium 3: Das Nischen-Produkt. Finde ein Produkt, was bereits gut läuft.

Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Es geht nicht darum, den „Bestseller“ oder ein Produkt mit tausenden Verkäufen zu finden. Es reicht, wenn du dir als Ziel erstmal 3-5 Verkäufe am Tag vornimmst. Auf den Monat gesehen sind das 90-150 Verkäufe.

Hier hast du den ersten Vorteil, dass du weißt, dass es genügend Käufer gibt und der zweite, dass du genau in einer Nische dich bewegst und die Mitbewerberdichte meistens nicht so groß ist.

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Buch Tipp: Sieger zweifeln nicht, Zweifler siegen nicht!- Dirk Kreuter


Um diese Nischen-Produkte zu finden, gibt es zwei nützliche Tools. Leider sind diese aktuell nur im Google Chrom Browser erhältlich.

Nützliche Tools:

Extension Xray Browser

Um herauszufinden, wie viele einzelne Produkte über amazon.de* FbA verkauft werden, solltest du dir die Google Chrome Extension Xray Browser von Marketplace Analytics besorgen.
Leider ist diese nicht umsonst, aber du kannst es für 14 Tage ohne kosten testen. Ich habe vor ca. zwei Jahren 129 € bezahlt und kann es seit dem unbegrenzt benutzen. Es scheint aber so, dass es keinen Gesamtpreis mehr gibt, sondern nur noch eine monatliche Pauschale, die jedoch auch monatlich gekündigt werden kann.
Ich verdiene hier nichts dran, teste es vierzehn Tage und dann entscheide selbst. Ich kann das Tool nur sehr empfehlen, da du hiermit sehr gute Einblicke über die verschiedenen Produkte erhältst.
Wenn du dir die Extension installiert hast, brauchst du nur einen Produktnamen eingeben und schon kannst du sehen, wie viele davon verkauft werden.
XRAY-Browser
Link zum AddOn: https://chrome.google.com/webstore/detail/marketplace-analytics-xra/aafgfibikpapacinfhimpilbejnmbocj?gl=DE

Extension AMZ Seller Browser

Die gute Nachricht, diese Erweiterung ist umsonst und ermöglicht dir ebenfalls tiefe Einblicke in die verschiedenen Produkte. Vor allem die Price Historie ist nicht zu verachten. Hier kannst du gleich auf den ersten Blick sehen, wie der Durchschnittspreis der letzten Monate gewesen ist.
AMZ-Seller-Browser

Link zum AddOn: https://chrome.google.com/webstore/detail/amz-seller-browser/klgpelgeohjghmccooegimcfhanlnngc
Kleiner Tipp: Indikator dafür, wie gut sich ein Produkt verkauft

  • Je niedriger der BSR (Best Seller Rank), desto besser verkauft sich das Produkt oder anders formuliert, je kleiner der BSR, desto größer die Anzahl der Verkäufe pro Tag.
  • Alles unter dreitausend ist generell gut

Kriterium 4: Was machen die anderen falsch?

Finde ein Produkt, welches bereits gut über amazon.de* verkauft wird. Aber eine fürchterliche Produktbeschreibung hat.

  • Ist mehr als ein gutes Bild hinterlegt?
  • Hat es einen aussagekräftigen Titel?
  • Sind vernünftige Bullet-Points und Artikelbeschreibungen hinterlegt worden?
  • Können Kunden das Produkt über andere „Keys“ überhaupt finden?

Es gibt auf amazon.de* immer noch haufenweise schlecht beschriebene Produkte, wo teilweise nur ein Bild oder ein Satz als Artikelbeschreibung hinterlegt wurden. Genau das sind die Produkte, die du dir zu Eigen machen solltest.
Hinweis: Wie du am besten ein Produkt präsentierst, erfährst du unter Amazon Serie Folge 6 „Produkt auf amazon.de* präsentieren“.

Kriterium 5: Reviews nicht mehr als 100

Wenn ihr euch für ein Produkt entschieden habt, achtet darauf, dass das Mitbewerberprodukt nicht mehr als 100 Reviews hat. Ansonsten wird es schwer diese zu überholen oder zu verdrängen!

Kriterium 6: Anzahl Mitbewerber mit Prime

Im besten Fall habt ihr keinen Mitbewerber, der das Produkt mit dem Prime-Status verkauft. Achtet darauf, dass es nicht zu viele sind. Hier kommt es wirklich auf das gewählte Produkt und die Anzahl der Mitbewerber an.

Lästig, aber nötig: Patente und Co.

Wenn ihr ein Produkt gefunden habt, prüft, ob irgendwelche Patente dafür vorhanden sind. Hier einfach einmal auf der Herstellerseite surfen. Meistens werden diese auf der eigenen Seite aufgelistet.
Ein Blick auf https://patents.google.com kann ebenfalls sehr hilfreich sein.

Diesen Fehler habe ich bei meinem ersten Produkt gemacht. Ich hatte einen Händler gefunden, alles war vorbereitet. Es fehlte nur noch die finale Bestellung. Aus irgendeinem Grund bin ich beim Surfen abends durch das Netz über Patent und Co. gestoßen. Wie sich herausstellte, war auf mein ausgewähltes Produkt eine Funktion, die patentiert war in den USA und UK… Das Risiko, mich später damit in Deutschland herumschlagen zu müssen, war mir zu groß. Also Glück im Unglück, muss ich sagen.

Wäre klasse, wenn ich dir ein paar Anregungen geben konnte. Vielleicht hast du das eine oder andere bereits für dich mitnehmen können. In der nächsten Folge geht es mit Amazon Serie Folge 2 „Den richtigen Hersteller finden“ weiter.

 

 

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